Glossar


Arbeitsplatzausrüstung

Arbeitsplatzausrüstung beschreibt alle Komponenten der Produktion, welche für die Montage eines Produktes benötigt werden. Vom Einzelarbeitsplatz bis zur Montage- und Transportlinie, inklusive der gesamten Peripheriegeräte.

Assistenzsystem

Darunter werden Systeme verstanden die den Mitarbeiter mit allen Arten von Informationen und Hilfestellungen in der Produktion unterstützen. Das Ziel ist es Produktionsprozesse dadurch effizienter, zuverlässiger und wirtschaftlicher zu gestalten.

Datenbrille

Miniaturcomputer mit Display in Form einer Brille, der anstatt oder zusätzlich zu einem Bildschirm für Mitarbeiterinformationen genutzt werden kann. Die Informationen befinden sich immer im Blickfeld des Mitarbeiters.

ELAM

Abkürzung für: Elektronische Linien-Anbindung für Montageanlagen. Von Armbruster Engineering entwickeltes MES-System/ Assistenzsystem für eine schrittweise kontrollierte Montage.

ELAM-Assistent

Der ELAM-Assistent ist browserbasiert und zeigt dem Mitarbeiter auf einem Bildschirm die typengenauen digitalen Arbeitsanweisungen an. Per Touchscreen kann der Mitarbeiter bei Bedarf Rückmeldung geben. Der ELAM-Assistent bietet eine Vielzahl von Anzeigemöglichkeiten sowie den Einsatz von Grafiken und Videos.

ELAM-Verwaltung

In der ELAM-Verwaltung werden die Daten über Benutzer und Anwender, Produktvarianten, Ausrüstung und Equipment sowie die elektronischen Arbeitsanweisungen für alle Arbeitsstationen angelegt und konfiguriert.

ELAM-Webserver

Das ELAM-System speichert alle produkt- und montagerelevanten Daten der Produktionsschritte in der PLA. Im ELAM-Webserver erfolgt browserbasiert die Sichtung und Analyse der Produktionsergebnisse. Der ELAM-Webserver ermöglicht transparente Prozesse und schafft zusätzliche Sicherheit sowie eine lückenlos rückverfolgbare Prozessdokumentation.

End of Line (EOL)

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Am Ende der Linie“. Er beschreibt Prüfstände in der Fertigung, die meist am Ende von Montage- oder Fertigungslinien stehen und die montieren Produkte auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen. Sie dienen der Qualitätssicherung und simulieren sowie messen wenn möglich reale Betriebszustände, um zu ermitteln, ob die Produkte und Systeme als Ganzes ihre Funktion innerhalb vordefinierter Toleranzen erbringen.

ERP-System

Ein Enterprise Resource Planning (ERP) System hat die Funktion, die vorhandenen Ressourcen im Sinne des Unternehmens zu steuern und unterstützt damit sämtliche Geschäftsprozesse. Ziel ist es möglichst effiziente betriebliche Wertschöpfungsprozesse zu generieren und unternehmerische sowie betriebliche Abläufe zu optimieren.

Fernwartung

Beschreibt den räumlich getrennten Zugriff auf das ELAM-System zu Unterstützungs-, Überwachungs- oder Wartungszwecken via TeamViewer.

Industrie 4.0

„Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 zielt darauf ab, die deutsche Industrie in die Lage zu versetzen, für die Zukunft der Produktion gerüstet zu sein. Sie ist gekennzeichnet durch eine starke Individualisierung der Produkte unter den Bedingungen einer hoch flexibilisierten (Großserien-) Produktion.“ https://www.bmbf.de.

Industrielle Manufaktursysteme

Komplette Montageanlagen von Armbruster Engineering für alle Fabrikbereiche. Vom Wareneingang über die Kommissionierung und Bereitstellung der Bauteile für die Montage und Prüfung bis zur Verpackung und zum Versand.

Intelligente- / Informierte Fabrik

Die intelligente Fabrik ist eine der zentralen Ideen des Zukunftprojektes Industrie 4.0. In der intelligenten Fabrik tauschen Menschen, Maschinen sowie Systeme miteinander Informationen aus und kommunizieren mittels Funksender sowie Datenwolken im Internet oder im Intranet der Fabrik. Die intelligente Fabrik organisiert sich damit selbst und wird häufig auch als Smart Factory bezeichnet.

Internet der Dinge / Internet of Things

„Internet der Dinge“ (IdD) (engl. Internet of Things, IoT) beschreibt die Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte mit einer virtuellen Repräsentation in einer Internet-ähnlichen Struktur, die nicht nur noch aus menschlichen, sondern auch aus „intelligenten Gegenständen“ besteht. Das „Internet der Dinge“ soll den Menschen bei seinen Tätigkeiten in der Produktion unterstützen und dies ohne abzulenken oder überhaupt aufzufallen.

IO / NIO

IO bedeutet „in Ordnung“, der Arbeitsschritt wurde als korrekt bewertet. NIO bedeutet „Nicht in Ordnung", der Arbeitsschritt wurde als falsch bewertet.

Kollaborierende Roboter (Cobots)

Beschreibung für industrielle Roboter, die Hand in Hand mit menschlichen Arbeitskräften zusammenarbeiten. Kollaborierend bedeutet, dass der Mensch und der Roboter sich nicht nur den gleichen Arbeitsraum teilen, sondern auch miteinander interagieren. In einem gemeinsamen Arbeitsprozess sollen diese den Mitarbeiter unterstützen und entlasten. (MRK = Mensch-Roboter-Kollaboration)

Mass Customization

Kundenindividuelle Massenproduktion ist ein strategisches Unternehmens- und Produktionskonzept, das die Vorzüge der Massenproduktion mit dem Wunsch des Kunden nach einem auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen individuellen Produkt verbindet. Mass Customization ist ein wesentliches Ziel der Industrie 4.0.

MES-System

Ein Manufacturing Execution System (MES) beschreibt eine prozessnah operierende Ebene eines mehrschichtigen Fertigungsmanagementsystems. Oft auch Produktionsleitsystem genannt. Das MES-System zeichnet sich gegenüber den sog. ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning), durch die direkte Anbindung an die verteilten Systeme der Prozessautomatisierung aus und ermöglicht die Führung, Lenkung, Steuerung oder Kontrolle der Produktion in Echtzeit.

One-Piece-Flow

One-Piece-Flow wird häufig mit „Mitarbeitergebundener Arbeitsfluss“ übersetzt. Gemeint ist eine Produktion, bei der die Mitarbeiter nicht an ihrem Platz verbleiben, sondern das Werkstück auf dem gesamten Weg bis zu dessen Fertigstellung begleiten. Das Konzept des One-Piece-Flow erleichtert es, von Stück zu Stück die Produktvariante zu wechseln und auf Losfertigung zu verzichten.

Papierlose Fertigung / -Produktion

Die papierlose Fertigung oder auch papierlose Produktion definiert eine Herstellung von Produkten mit digitalen Informationen, Belegen und Daten. Die Verwendung von Arbeitsanweisungen, Stücklisten und Warenbegleitkarten in Papierform werden so abgelöst und in elektronischer Form übermittelt.

Pick by Light

Pick by Light stellt eine Mitarbeiterunterstützung in Form von Lichtsignalen dar. Mit leuchtenden Fachanzeigen wird das Entnahmefach eines Kommissionier- oder Montagevorgangs angezeigt.

Pick by Voice

Stellt ein Kommissionierverfahren dar, bei dem die Entnahmefächer und die Bestätigung an das System sprachgesteuert übermittelt werden. Der Mitarbeiter hat so die Hände sowie den Blick frei und kann schneller kommissionieren.

Produktlebenslaufakte (PLA)

Die Produktlebenslaufakte (PLA) im ELAM-System wird bei Verheiratung des Montageauftrages und des Produktes erstellt und beinhaltet alle Daten des Produktionsprozesses. Qualitätsauswertungen auf Produkt- und Prozessebene sind so im Nachhinein für jedes montierte Produkt möglich.

Produktionsleitsystem

Bezeichnet die unterstützende Software für das Fertigungs- und Produktionsmanagement. Siehe auch MES-System.

Prozessoptimierung/ -überwachung

Die Prozessoptimierung dient dazu, Effizienz und Effektivität bestehender Produktionsprozesse sowie den Einsatz der benötigten Ressourcen kontinuierlich zu verbessern. Das Konzept der Prozessüberwachung basiert auf einer regelmäßigen oder permanenten Erfassung des Produktionsstandes durch Messung und Analyse physikalischer Größen. Es verfolgt die Ziele der Sicherheit, Effizienz und späteren Rückverfolgbarkeit.

Qualitätsmanagement/ -sicherung

Qualitätsmanagement (QM) bezeichnet alle Maßnahmen, die der Verbesserung der Prozessqualität und der Produkte jeglicher Art dienen. Darunter fallen auch kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP). Die Qualitätssicherung (QS) ist ein Sammelbegriff für diverse Ansätze und Maßnahmen zur Sicherstellung festgelegter Anforderungen, zur Erhaltung oder Verbesserung der Qualität des Produktes.

Rückverfolgbarkeit

Gewährleistet den lückenlosen Nachweis über Qualität und verbaute Teile produzierter Artikel, über alle Stufen der Prozesskette. Besonders wichtig bei sicherheitsrelevanten oder komplexen Produkten. Die bedeutet, dass zu einem Produkt jederzeit festgestellt werden kann, wann, wo und durch wen dieses montiert wurde. Häufig auch als Traceability bezeichnet.

Smartwatch

Smartwatches bilden kleine Bildschirme für Arbeitsanweisungen oder Maschinenüberwachung in Form einer Uhr, direkt am Handgelenk des Mitarbeiters. Dadurch hat er beim Arbeiten die Hände frei und ist deutlich mobiler.

STAMA

STAMA bezeichnet die von Armbruster Engineering eingesetzte leistungsfähige, hochwertige und langlebige Hardware. Sie ist auf die Anwendung mit dem ELAM-System perfekt abgestimmt.

Stationsmaster

Stationsmaster von Armbruster Engineering sind Rechner in unterschiedlicher Ausführung, die primär als Arbeitsstationen, sprich Bildschirm für Arbeitsanweisungen dienen, aber auch gleichzeitig den Server darstellen können. Dies kann je nach Bedarf z. B, ein eBox PC, ein All-in-One PC, ein Tablet, ein Handdatenterminal oder ein mobiles Montagecenter sein.

Teilarbeitsfolge (TAF)

Alle Teilarbeitsfolgen hintereinander bilden den gesamten Montageprozess eines zu bauenden Produktes ab. Das ELAM-System lässt den Mitarbeiter nur von einem TAF zum nächsten springen, wenn der vorherige erfolgreich als IO bewertet wurde, z. B. durch einen Schraubwert, eine Messung oder manuelle Quittierung.

Traceability

Gewährleistet den lückenlosen Nachweis über Qualität und verbaute Teile produzierter Artikel, über alle Stufen der Prozesskette. Siehe auch Rückverfolgbarkeit.

Verheiratung

Die Verheiratung ist der Moment, wenn das zu montierende Produkt mit dem Montageauftrag datentechnisch verknüpft wird. Alle Produktionsdaten des Auftrages werden jetzt automatisch dem Produkt zugeordnet.

Werkeridentifikation

Die Werkeridentifikation ist eine Sicherheitstechnik in der Industrie, die gewährleistet, dass nur die dafür bestimmten Mitarbeiter spezifische Aktionen ausführen können. Sie bildet eine digitale Zugriffsverwaltung für eindeutige Verantwortlichkeiten, z. B. mit einem Key-System.